ADHS

Unruhe und Konzentrationsstörungen können viele Ursachen haben. Nur eine davon ist AD(H)S. Die Auffälligkeit lässt sich durch ganzheitliche Therapie, Anpassung der Lebensweise und interdispizlinäre Zusammenarbeit behandeln.

ADHS-Definition

  • ADHS- Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung („Zappelphilipp“)
  • ADS- Aufmerksamkeits- Defizit- Störung („Träumerchen“)- ohne Hyperaktivität
  • HKS- Hyperkinetische Störung. Hyperkinetisches Syndrom
  • MCD- Minimale cerebrale Dysfunktion
  • Hirnorganisches Psychosyndrom

Die ADHS beginnt vor dem 6. Lebensjahr und ist gekennzeichnet durch ein durchgehendes Muster von Unaufmerksamkeit, Überaktivität, Impulsivität in mehreren Lebensbereichen.

Differentialdiagnose ADHS/ ADS

Außer bei der Diagnose ADHS/ADS (nach Döpfner 2002) können Hyperkinetische Störungen auftreten bzw. bedingt sein durch:

  • als altersgemäße Verhaltensweisen bei aktiven Kindern
  • Medikamente oder neurologische Störungen
  • bei Intelligenzminderung
  • bei schulischer Überforderung
  • bei schulischer Unterforderung
  • als Folge chaotischer psychosozialer Bedingungen
  • als oppositionelle Verhaltensweisen
  • bei psychomotorischer Unruhe und als Konzentrationsstörung bei affektiven Störungen und Angststörungen
  • bei Autismus

Diagnostik

  • Verhaltensbeobachtung und Verhaltensbeschreibung in allen Lebensbereichen
  • umfassendes Elterninterview
  • altersangemessenes Interview mit dem Kind
  • Kinderpsychiatrisches Gutachten
  • Heilpädagogische Befundaufnahme

Therapie

  • Aufklärung und Beratung
  • Individuelle Abstimmung des Behandlungskonzepts zwischen den Beteiligten in allen Lebensbereichen des Kindes – multimodaler Behandlungsansatz mit interdisziplinärer Zusammenarbeit.
  • Begleitendes Elterncoaching einzeln, als Paar oder in der Kleingruppe
  • Heilende Bewegungen (RMT= Rhythmic Movement Training) nach Dr. Harald Blomberg
  • Methoden der Kinesiologie, NEP, LEAP
  • Ressourcenorientierte Heilpädagogische Übungsbehandlung
    1. mit integrierter Verhaltenstherapie (Verhaltensauffälligkeit, Gestalttherapie, Verhaltenstherapie).
    2. mit Arbeit nach dem Marburger Konzentrationstraining (MKT)
    3. mit Arbeit nach dem neuropsychologischen Behandlungsprogramm „Attentioner“
    4. mit integrierter Behandlung von begleitenden Auffälligkeiten wie, z.B. Lese- Rechtschreibstörung, Rechenschwäche, Dyspraxie, Asperger Autismus, Sprachstörungen
    5. Lernen mit Ultraschall
  • Benaudira Hörtraining
  • Biologische Medizinische Kinesiologie
  • Naturheilverfahren
  • Psychosomatische Energetik
  • Neurofeedback
  • Pharmakotherapie nach genauer Verhaltensbeobachtung und Verhaltensbeschreibung (Protokolle) in den verschiedenen Lebensbereichen des Kindes und evtl. zunächst 2 Wochen im Doppelblindversuch. Die Verordnung erfolgt durch den Facharzt nach Rücksprache mit allen im Behandlungsprozess beteiligten Bezugspersonen (Methylphenidat).