Heilpädagogik

Heilpädagogik ist ein fächer- und disziplinübergreifendes Konzept. Sie ist die wissenschaftlich begründete Lehre von der Erziehung unter erschwerenden Bedingungen und damit eine besondere Erziehung. Die Ursache für erschwerende Bedingungen kann beim Kind, in der Umwelt oder bei beidem liegen.

Heilpädagogische Übungsbehandlung und Spieltherapie

In der Heilpädagogischen Übungsbehandlung und der Heilpädagogischen Spieltherapie setze ich meine Erfahrungen und Kenntnisse aus meinen fachübergreifenden Berufsausbildungen und Fortbildungen um.

Jede heilpädagogische Maßnahme ist für das einzelne (einzigartige) Kind und seine Eltern gedacht und kann nicht ohne weiteres auf ein zweites Kind übertragen werden oder generalisiert werden.

In einem ganzheitlichen Rahmen gebe ich Kindern und Eltern eine umfassende Entwicklungsbegleitung und besondere Lernhilfe. Ich verstehe meine Rolle darin, auf dem Hintergrund der Vergangenheit des Kindes und seiner Eltern nach den gesunden Anteilen und Kräften bei Kindern und Eltern zu forschen und diese für ein erfülltes gemeinsames Leben in Gegenwart und Zukunft verfügbar zu machen.

Hierbei sind meine fachliche Methodenvielfalt, Berufs- und Lebenserfahrung förderlich. Grundlage für die Behandlung ist ein fachärztliches Gutachten und mein heilpädagogischer Behandlungsplan.

Meine Besonderheit ist es, dass ich im Rahmen der Heilpädagogischen Übungsbehandlung

  • die Eltern umfangreich beraten und ihnen auf dem Hintergrund ihrer täglichen Lebenserfahrungen mit ihrem Kind, den Sinn der einzelnen mulimodalen Fördermaßnahmen transparent machen kann. Mit dieser erworbenen Klarheit gewinnen die Eltern an Erziehungs- und Handlungskompetenz. Jetzt sind sie selbstverantwortlich am Förderprozess beteiligt, indem sie selbst kreativ Lösungen finden und umsetzen und auf ihren Wert überprüfen können. (Erziehungscoaching)
  • z.B. fundierte Legasthenie- oder Dyskalkulietherapie anbieten kann und gleichzeitig auf parallel auftretende Besonderheiten durch Autismus, Asperger Syndrom, genetisch bedingte Krankheitsbilder, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Hochbegabung, Konzentrationsstörungen, Sprach-, Wahrnehmungsstörungen, körperliche Besonderheiten, motorische Störungen, Depression oder Aggression u.a. eingehen kann und umgekehrt.
    In der Regel weisen Kinder bei genauer Diagnostik mehrere Besonderheiten auf, die eine individuelle und ganzheitliche Sichtweise und Unterstützung erfordern.
  • bei der Suche nach entsprechend zusätzlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen anderer Fachrichtungen oder Folgeeinrichtungen behilflich sein kann. Durch meine 40jährige Berufserfahrung in München bin ich gut vernetzt und habe so einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten vor Ort.

Zeitpunkt für den Beginn einer Heilpädagogischen Förderung

Heilpädagogische Förderung beginnt so früh wie möglich, sobald die Eltern oder eine andere Bezugsperson einen Verdacht auf eine auffällige Entwicklung haben oder bereits eine klare Diagnose vorliegt. Dies kann bereits schon im Säuglingsalter sein.

Diagnostik

  • Der Übergang von gesundem Verhalten zu andersartigem Verhalten ist fließend. Bei auftretendem Zweifel kann durch Verhaltensbeobachtung und Verhaltensbeschreibung mit entsprechender Verhaltensanalyse geklärt werden, ob diese Auffälligkeiten Teil einer gesunden Entwicklung sind oder ob Kind und Eltern fachliche Unterstützung benötigen. Unabhängig davon ist es immer wichtig, die Eltern in ihrer aktuellen Erziehungskompetenz zu stärken .
  • Erste Auffälligkeiten als Gefahr einer Fehlentwicklung drücken sich im Zusammenspiel von Bewegungs- und Wahrnehmungsleistungen aus und geben uns Hinweise auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes. (Teilleistungsstörung, Verhaltensauffälligkeit)
  • Werden diese „Hilferufe“ nicht beachtet, wird immer auch die psychomotorische Persönlichkeitsbildung beim Kind erschwert oder behindert. (Allgemeiner Entwicklungsrückstand, Gestalttherapie)
  • Dies bedeutet, dass das Kind zusätzlich Auffälligkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen und im Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen entwickeln kann.

Fazit:

  • Seelische Auffälligkeiten können Folge von Beeinträchtigungen in Motorik, Sprache, Wahrnehmungsverarbeitung, Sozial- und Arbeitsverhalten sein, ebenso können sie Ursache für diese Verhaltensauffälligkeiten sein.
  • Beides kann nur durch Verhaltensbeobachtung und Verhaltensbeschreibung sowie durch gezielte fachärztliche und Heilpädagogische Diagnostik festgestellt werden. Im Vordergrund der Beobachtung steht dabei nicht nur das Ergebnis einer Handlung, sondern vor allem der Prozess und die Qualität der Handlung, d.h. wie das Kind zu einer Lösung kommt.

Es ist mir wichtig

  • vor allem die Eltern in ihrer Sorge ernst zu nehmen und in ihrer intuitiv guten individuellen Erziehungskompetenz zu stärken bzw. diese zu entdecken und weiterzuentwickeln.
  • auf dem Hintergrund meines fächerübergreifenden heilpädagogischen Konzepts theoretische und praktische Instrumentarien zur Verfügung zu stellen, um Auffälligkeiten erfassen, einordnen und pädagogisch/ therapeutisch beeinflussen zu können (Heilpädagogische Verlaufsdiagnostik, Heilpädagogische Übungsbehandlung, Heilpädagogische Spieltherapie)
  • dass ich einen multimodalen Behandlungsansatze verwirkliche, d.h. in der Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten (Ärzte, Psychologen, Erzieher, Lehrer, Krankengymnasten, Logopäden, Ergotherapeuten u.a.) Einzelergebnisse aus Diagnostik und Verhaltensbeobachtung zu einem Gesamtbild zusammen trage und gemeinsame pädagogisch/ therapeutisch sinnvolle Schritte einleite.
  • dass ich jedem Kind/ Jugendlichen aller Altersgruppen die Sicherheit und das Vertrauen gebe, seine Persönlichkeit zu entwickeln und diese als Wert zu schätzen (Coaching).