Seit einigen Monaten setze ich als zusätzliche Methode das Rhythmische Bewegungstraining (Rhythmic Movement Training = RMT) nach Dr. Harald Blomberg bei Kindern mit AD(H)S, Autismus /Asperger-Syndrom, Legasthenie und Dyskalkulie, emotionalen Auffälligkeiten, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, motorischen Auffälligkeiten / Beschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten u.a. ein.

Diese sehr einfach zu erlernenden Übungen sind den normalerweise automatisch ablaufenden Bewegungen von Säuglingen und Kleinkindern nachempfunden.

Sie werden passiv mit dem Betroffenen gemacht oder er macht sie selbst aktiv. Von den Kindern / Jugendlichen werden sie in der Regel gerne angenommen und sogar eingefordert, da sie spürbar harmonisieren.

Nach gezielter Diagnostik setze ich die Übungen ein, um Reifungsprozesse im Bereich der Gehirnentwicklung anzuregen, zu verbessern und zu stabilisieren.

Wichtig ist, dass sie nach Absprache auch zuhause ca. 10 Minuten täglich durchgeführt werden.
So können  z.B.

  • bei Legasthenie oder Dyskalkulie die vielen am Lese- /Schreib- / Rechenprozess beteiligten Gehirnbereiche und Sinnessysteme sinnvoll und effektiv stimuliert und vernetzt. Auf diese Weise kann  Lernen energieeffizient und erfolgreich werden.
  • bei Autismus / Asperger-Syndrom eingefahrene Muster leichter überwunden und der Aufbau von verbaler und nonverbaler Kommunikation angeregt und strukturiert werden.
  • bei Burnout / Stresssituationen die Überstimulierung durch Stresshormone wie z.B. Adrenalin und Cortisol normalisiert werden. Die „blank liegenden Nerven“ können sich beruhigen.
  • bei depressiven Symptomen das dopaminerge System positiv in Gang gesetzt, das die Stimmung harmonisiert und ein Handeln ermöglicht werden.
  • >bei Leistungseinschränkungen und Konzentrationsstörungen der dadurch entstandene Stress vermindert werden.
  • bei AD(H)S wichtige Nervenbahnen vom Stammhirn, Limbischen System und Kleinhirn aus zum Vorderhirn unterstützt und ausgebaut werden, damit der Betroffene (Kind, Jugendlicher, Erwachsene) seine Emotionen, Gedanken, Impulse sinnvoll steuern, reflektieren und aus diesen Lernerfahrungen heraus neue Strategien entwickeln kann.

RMT ist bei dieser Symptomatik eine ernst zu nehmende Alternative zur medikamentösen Behandlung mit Methylphenidat, wenn dieses nicht gewünscht oder nicht vertragen wird. Als begleitende Maßnahme kann es die medikamentöse Behandlung unterstützen, so dass mit ärztlicher Überprüfung möglicherweise die tägliche Dosis reduziert werden kann.

Ich selbst setze die Übungen bei AD(H)S u.a.

  • in aktuellen Krisensituationen ein, um impulsive Handlungen und Emotionen gesprächsbegleitend „herunter zu fahren“ und eine begleitete und selbst kontrollierte Veränderung herbeizuführen. Mit ihrer Hilfe kann das „Denken“ wieder eingeschaltet werden, so dass Situationen aus einer  angemessenen Perspektive wahrgenommen und erkennbar werden.
  • für effektives und nachhaltiges Lernen ein.

Ursachen für die Beeinträchtigung der oben beschriebenen Gehirnfunktionen können Stresszustände unterschiedlicher Ursache sein, die vor- oder nachgeburtlich erworben werden.

Diese können oft unbemerkt verlaufen und zu minimalen Einschränkungen führen, die erst unter weiterer „Belastung“ sichtbar werden und zu den oben erwähnten Auswirkungen führen.

Diese weiteren „Belastungen“ können veränderte Lebensumstände wie z.B. die Auseinandersetzung mit Kindergarten, Schule, Beruf, Umwelteinflüssen, tatsächlichen Gefahrensituationen u.a. sein.

Getestet werden diese Beeinträchtigungen als nicht integrierte oder nicht entwickelte primäre frühkindliche Reflexe.

Die Heilenden Bewegungen können die Re/Integration dieser Reflexe ermöglichen , welche die Voraussetzung für ein gesundes Leben und Lernen darstellt.

Nach der erfolgten Integration kann die Wirkung für den Betroffenen deutlich spürbar sein.

„RMT- Rhythmic-Movement-Training“ ist eine Methode der Begleitenden
Kinesiologie.