Teilleistungsstörungen

Teilleistungsstörungen oder -schwächen sind erhebliche Leistungsminderungen, die nicht durch eine allgemeine Intelligenzminderung, mangelnde Förderung, offensichtliche neurologische Erkrankung oder Sinnesbeeinträchtigungen erklärbar sind.

Definition Teilleistungsstörungen

Nach der internationalen Klassifikation ICD 10 als Grundlage für kinderpsychiatrische Gutachten, gehören die Teilleistungsstörungen zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen.

Hier unterscheidet man

  • umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache – rezeptive Sprachstörungen
  • umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten – Lese- Rechtschreibstörung, Rechenstörungen
  • umschriebene Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen -entwicklungsbedingte Dyspraxie
  • Kombinierte Entwicklungsstörungen

Ursachen

  • Die Auslösefaktoren werden weiterhin erforscht. Bisher geht man aus von einer genetischen Disposition, d.h. es gibt eine familiäre Häufung bei Sprach- und Lese- Rechtschreibstörungen
  • biologischen Komponenten, wie z.B. Unreifezeichen des Zentralnervensystems oder frühe Hirnschädigungen

Auffälligkeiten

entstehen bei der Wahrnehmung, Weiterleitung, Verarbeitung und Rückleitung von Reizen und zeigen sich im Verhalten der Kinder, wie z.B.

  • Aufmerksamkeitsstörungen (akustisch, visuell, taktil)
  • Störungen der akustischen Differenzierung trotz unauffälligem Hörorgan
  • Störungen der visuellen Wahrnehmung trotz unauffälligem Sehorgan
  • Störung der Figur- Hintergrund- Wahrnehmung (Unterscheidung von Wichtigem und Unwichtigem, Erkennen von gleichen Merkmalen)
  • Störung der sensorischen Wahrnehmung und des Gleichgewichts (Körper/ Fühlwahrnehmung), z.B. häufiges Anstoßen und Hinfallen trotz intakter Augen
  • Störung der Raumerfassung (oben/ unten, rechts/ links, voll/ leer, innen/ außen usw.)
  • Störung der seriellen Wahrnehmung (richtige Reihenfolge von Abläufen z.B. bei der Planung und Ausführung von Handlungen wie z.B. An- und Ausziehen von Kleidung und sprachlichen Aufforderungen wie z.B. Strukturierung von mündlichen Beiträgen in Kindergarten und Schule- „roter Faden“)
  • kein Erfassen von Zusammenhängen trotz gutem Gedächtnis und guter Intelligenz, Angst und Unruhe bei Veränderungen seiner Umwelt und in neuen Situationen
  • gleichförmiges Spiel, einfache Sprache und einseitige Kommunikation trotz guter Intelligenz
  • Hyperaktivität oder Teilnahmslosigkeit

Erziehungsalltag

  • Beim Kind kann es zu großer innerer Not kommen, da es selbst nicht weiß und sagen kann, was bei ihm nicht stimmt und daher auch nicht gezielt bei Nichtverstehen nachfragen kann. Es selbst sieht oder merkt es lediglich im Ergebnis.  Da das Kind eine gute Intelligenz besitzt, nimmt es sein Versagen und seine Andersartigkeit deutlich wahr, kann sein Verhalten aber auch durch noch so große Anstrengung ohne fachliche Hilfe nicht verändern.
  • Die Bezugspersonen sind oft ratlos, ungeduldig, in Sorge u.a., was den Leidensdruck beim Kind zusätzlich erhöht, da es sich in diesem Teufelskreis allein gelassen fühlt und die Hoffnung auf Verbesserung seiner Lebenssituation ohne fachliche Hilfe gering ist. (Gestalttherapie, Verhaltensauffälligkeit, Allgemeiner Entwicklungsrückstand,Coaching)

Diagnostik und Therapie

  • Ohne frühzeitige Diagnostik und Therapie (Optimale Gehirnorganisation, Psychosomatische Energetik als sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Diagnostik und Therapie) können Teilleistungsstörungen sekundär zu einem allgemeinen Entwicklungsrückstand beitragen und zu Auffälligkeiten im Verhalten führen.(innerer Rückzug, Aggressionen, Autoaggressionen, Konzentrationsstörungen, körperliche Beschwerden u.a.)
  • In meiner Heilpädagogischen Übungsbehandlung und Therapie mit begleitender Verlaufsdiagnostik kann ich sowohl die zu Grunde liegende Störung als auch individuelle  Begleiterscheinungen oder Störungsbilder behandeln oder an interdisziplinäre Kollegen weitervermitteln.
  • Wesentlich neben der tatsächlichen Arbeit mit dem Kind ist es, dass ich die Fähigkeit zur und das Interesse an der interdisziplinären Zusammenarbeit habe und je nach Wunsch der Eltern Zeit dafür investiere. Nur so kann der multimodale Behandlungsansatz sichergestellt werden (Beratung, Angebote).